Nokian: Schwerpunkt auf Cashflow und Kostenkontrolle

Dienstag, 8 September, 2020 - 10:00
Seit 100 Tagen leitet Jukka Moisio nun die Geschicke des finnischen Reifenherstellers Nokian Tyres. Bildquelle Nokian

Nokian drückt auf die Kostenbremse. "Wir werden dem Cashflow Vorrang einräumen, indem wir Investitionen kürzen und das Betriebskapital aktiv verwalten", sagt Jukka Moisio, Präsident und CEO von Nokian Tyres.

"In diesem volatilen Marktumfeld ist unser Schwerpunkt in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 taktischer Natur. Eine gründlichere Überprüfung unserer längerfristigen Wachstumsstrategie wird stattfinden, sobald sich der Markt stabilisiert hat", führt Moisio weiter aus. Seit 100 Tagen leitet Jukka Moisio nun die Geschicke des finnischen Reifenherstellers. Ergriffene Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen von COVID-19 bezeichnet er als wirksam - Moisio nennt den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und die Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität.

"Nokian Tyres verfügt über eine starke Bilanz, und wir haben unsere Liquiditätsposition in der ersten Jahreshälfte weiter gestärkt. Wir haben unseren Schwerpunkt verstärkt auf das Management des Betriebskapitals gelegt, indem wir Produktionsausfallzeiten zum Abbau von Lagerbeständen genutzt und Investitionsausgaben reduziert haben, um einen gesunden Cashflow zu gewährleisten. Da die Sichtbarkeit auf dem Markt nach wie vor gering ist, ist es unerlässlich, dass wir die Kosten weiterhin streng unter Kontrolle halten", so die deutliche Ansage von Moisio. Über den kurzfristigen taktischen Fokus hinaus habe die Förderung des Umsatzwachstums oberste Priorität. "Wir wollen sicherstellen, dass die Innovationspipeline bei Pkw-Reifen und schweren Reifen stark ist und dass wir kontinuierlich neue Reifen auf den Markt bringen, die den Bedürfnissen der Verbraucher und Kunden entsprechen. Für die kommenden Monate haben wir eine Rekordzahl neuer Produkteinführungen geplant, die eine wichtige Triebfeder für die Steigerung des Absatzes sein werden", kündigt der CEO an.

Jukka Moisio sieht allerdings auch viel Verbesserungsbedarf: "Die Marktdurchdringung ist in bestimmten Märkten immer noch gering, so dass noch viel Arbeit in der Ausweitung des Vertriebs, im kommerziellen Marketing und in der Überzeugung der Verbraucher geleistet werden muss."

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