Nokian-Umsatz sinkt im ersten Quartal um 16,5 Prozent

Donnerstag, 7 Mai, 2020 - 10:45
Sieht neben dem Corona-Virus auch im milden Winter einen Grund für den Umsatzrückgang von Nokian Tyres: Hille Korhonen, Präsidentin und CEO von Nokian. Bildquelle: Nokian.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 hat der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres eigenen Angaben zufolge einen Nettoumsatz von 279,8 Mio. EUR erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (340,3 Mio. EUR) bedeutet dies ein Minus von 16,5 Prozent. Für den Umsatz-Rückgang sieht Hille Korhonen, Präsidentin und CEO von Nokian Tyres, drei wesentliche Ursachen.

„Im ersten Quartal 2020 haben wir gemäß dem im Februar 2020 angekündigten Plan Maßnahmen zur Reduzierung der hohen Überschussbestände im russischen Vertriebskanal eingeleitet. Zusammen mit dem milden Winter und den Auswirkungen von COVID-19 gegen Ende des Quartals, hatte dies eine erhebliche negative Auswirkung auf den Nettoumsatz und das Betriebsergebnis im Pkw-Reifen-Segment“, erläutert sie. Dennoch kann Korhonen auch positives berichten: „Trotz dieses herausfordernden Umfelds konnten wir unsere starke Marktposition in den nordischen Ländern halten. In Mitteleuropa verbesserte sich unser Marktanteil bei Sommerreifen.“ Das Business-Segment Heavy Tyres habe ein solides Ergebnis erzielt.

Für das zweite Quartal erwartet die Unternehmensleitung weitere Beeinträchtigungen durch das Corona-Virus. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf den Märkten sehe sich der Vorstand aktuell nicht in der Lage, eine genaue Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben, teilte das Unternehmen weiter mit. Die ursprüngliche Prognose wurde bereits im März zurückgezogen. Um die Auswirkungen des Virus auf das operative Geschäft gering zu halten und gleichzeitig die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten, hat der Reifenhersteller umfangreiche Maßnahmen getroffen.

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dw

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