Nokian: Zwangspausen für Werke in Russland und den USA

Donnerstag, 26 März, 2020 - 09:30
Ab dem 30. März für mindestens eine Wochen geschlossen: das Nokian-Werk in Russland. Bildquellle: Gummibereifung.

Aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 wird auch Nokian Tyres aus Rücksicht auf seine Mitarbeiter in zwei Werken die Produktion vorübergehend stoppen. Bereits zum 27. März wird das US-Werk in Dayton für mindesten zwei Wochen schließen; ab Montag, den 30. März, folgt dann das Werk in Russland. Dort wird die Produktion zunächst für eine Woche stillgelegt. Seine Kunden will Nokian in dieser Zeit über seine regionalen Warenhäuser weiter beliefern.

„Wir haben die notwendigen Vorbereitungen in beiden Werken abgeschlossen und sind bereit, die von den lokalen Behörden vorgegebenen Richtlinien zu befolgen. Das Unternehmen wird weiterhin alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um die Verbreitung von COVID-19 zu begrenzen", so Esa Eronen, SVP, Supply Operations bei Nokian Tyres.

Mit der Schließung des Werkes in den USA folgt Nokian der behördlichen "Safer at home"-Anordnung, die am vergangenen Mittwoch in Kraft trat. Zugleich verischert der finnische Reifenhersteller, dass die vorübergehende Schließung das geplante Produktionsvolumen des Werkes sowie den regionalen Wachstumsplan „nicht wesentlich beeinträchtigen“ werde.

In Russland hat Präsident Wladimir Putin die Woche ab dem 30. März per Dekret zu landesweiten Ferienzeitraum erklärt, um die Menschen dazu zu ermutigen zuhause zu bleiben und so die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Daher schließt im genannten Zeitraum auch das Nokian-Werk in Vsevolozhsk. Darüber hinaus hat Nokian bereits am 18. März Verhandlungen mit den Beschäftigten aufgenommen, um festzustellen, ob es in Finnland zu vorübergehenden Entlassungen kommen kann.

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dw

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