Pirelli: Slickmischungen aus Mitte der P Zero Range für Hockenheim

Dienstag, 23 Juli, 2019 - 09:30
Der Hockenheimring weist laut Pirelli kein besonderes Merkmal auf, das ihn charakterisiert.

Es könnte das vorerst letzte Formel 1-Rennen am Hockenheimring sein. Die Strecke war einst bekannt für hohen Speed und ausgeprägte Geraden. Die verschlankte Version der Strecke, die 2002 eingeweiht wurde, ist viel ausgewogener, bietet von allem etwas. Aus diesem Grund nominierte Pirelli für das kommende Rennwochenende die drei Slickmischungen aus der Mitte der P Zero Range: C2 für den P Zero White (Hart), C3 für den P Zero Yellow (Medium) sowie C4 für den P Zero Red (Soft).

Diese Konstellation entspricht weitgehend der des Vorjahres, als Pirelli die Mischungen Medium, Soft und Ultrasoft auswählte. Der Hockenheimring weist laut Pirelli kein besonderes Merkmal auf, das ihn charakterisiert. Vielmehr biete die Runde eine interessante Mischung aus Kurven und unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Strecke und der Asphalt nicht wesentlich verändert. Der Fahrbahnbelag liege hinsichtlich der Energiebelastung und der Abriebeigenschaften im mittleren Bereich. Die Streckenentwicklung im Laufe des Rennwochenendes sei im Allgemeinen recht gering. Die auf die Reifen wirkenden Längs- und Seitenkräfte halten sich auf einer Runde in etwa die Waage, teilt der Reifenhersteller mit.

Mario Isola, Pirelli Head of F1 and Car Racing, kommentiert: "Hockenheim gehört nicht zu den Strecken, die den Teams historisch völlig vertraut sind. Denn viele Jahre lang wechselte der Hockenheimring sich mit dem Nürburgring ab. Dann fiel er ganz aus dem Formel 1 Kalender und kehrte im vergangenen Jahr zurück. Gleichwohl gibt es nichts an der Strecke, was besonders überraschen könnte. Die Anforderungen und die auf die Reifen wirkenden Kräfte sind ziemlich ausgewogen. Eine Ausnahme bildet das Motodrom, dort wird etwas mehr im Stop-and-Go Modus gefahren. Ein zweites Phänomen, auf das die Teams achten sollten, ist die Straßenwölbung in den Kurven 12 und 13. Abrieb und Verschleiß der Reifen sind im Allgemeinen gering, so dass wir in der Vergangenheit einige ziemlich lange Stints gesehen haben. Wie wir jedoch in der vergangenen Saison erlebten, ist das Wetter in Hockenheim zu dieser Jahreszeit schwierig vorherzusagen und könnte daher ein Faktor sein, der die Strategie entscheidend beeinflusst.“

In dieser Woche vor dem Großen Preis von Deutschland setzt Pirelli in Italien das Testprogramm mit den neuen 18-Zoll-Reifen für die Formel 2 fort. Weder die Formel 2 noch die Formel 3 starten in Deutschland. Das Pirelli Hot Laps-Programm kehrt auf dem Hockenheimring zurück. Seit Kurzen gehört auch Lamborghini zu den teilnehmenden Supersportwagen-Hersteller.

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