Reparaturaufwand für E-Fahrzeuge steigt

Freitag, 23 Oktober, 2020 - 13:15
Reparaturen an E-Fahrzeugen setzen geschulte Mitarbeiter und technisches Equipment voraus. Bildquelle: Fixico.

Der Markt für Elektrofahrzeuge boomt. Fast alle Autohersteller haben mittlerweile mindestens ein E-Auto im Programm. Will der Reifenfachhandel an dieser Entwicklung im Werkstattbereich partizipieren, muss er bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die notwendigen Anpassungen erfordern jedoch einen großen finanziellen und zeitlichen Aufwand, sodass Reparaturen an neueren Fahrzeugen zunehmend teurer geworden sind.

Für Reparaturarbeiten an E-Autos muss etwa das Personal besonders geschult werden. Darüber hinaus sind spezielle Werkzeuge sowie zusätzliche Zertifizierungen notwendig. Allein schon der Reifenwechsel erfordert eine Hochvoltschulung. All diese Entwicklungen hätten dafür gesorgt, dass der Preis für Reparaturen an derartigen Fahrzeugen gestiegen sei, erläutert Patrick Vierveijzer.

Der ehemalige CEO und Geschäftsführer von LeasePlan Deutschland berät Unternehmen wie die digitale Autoreparatur-Plattform Fixico zum Thema Reparaturen an E-Fahrzeugen. Eine Datenerhebung von Fixico, die die Entwicklung des Kostenaufwands für die Reparatur von E-Autos ermittelt, bestätigt die gestiegenen Kosten. „Die durchschnittlichen Reparaturkosten für einjährige Fahrzeuge sind von 2016 bis 2019 um 29 Prozent gestiegen“, berichtet Vierveijzer.

Welche Faktoren ebenfalls zu steigenden Reparaturkosten beitragen, lesen Sie im Werkstatt-Teil der November-Ausgabe.

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oth/dw

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