Sportauto-Reifentest: UHP-Reifen vs. UUHP-Reifen vs. Cup-Reifen

Freitag, 20 März, 2020 - 11:15
Sportliche Fahrzeuge stellen höchste Ansprüche an ihre Gummis. Bildquelle: GB.

In einem Sommerreifentest hat das Magazin Sportauto insgesamt zehn Profile für sportliche Boliden „klassen- und witterungsübergreifend“ gegeneinander antreten lassen. An den Start gingen drei Semi-Slicks beziehungsweise Cup-Reifen, zwei UUHP-Gummis sowie fünf Vertreter des UHP-Segments. Dies sei laut sportauto nötig gewesen, da „nur so die teils kräftigen Performance-Unterschiede bei unterschiedlichen Fahrbahnbedingungen“ zutage träten.

Alle Testkandidaten drehten ihre Testrunden auf einem Mercedes AMG A 45 S (Dimension: 245/35 R 19). Dabei wurden die Produkte nach sportauto-Angaben gemäß ihrer jeweiligen Klassen bewertet. „Während die alltagsorientierten UHP-Pellen für eine gute Bewertung im Besonderen auf regennassen Pisten überzeugen müssen, fällt bei den nur für trockene Rennstrecken optimierten Semi-Slicks schlechte Nasshaftung kaum ins Gewicht.“ Daher waren je Reifen nur bestimmte Kapitelnoten für die Endabrechnung relevant. Insgesamt bescheinigt die Zeitschrift sieben Pneus eine „sehr gute“ Performance, zweien eine „gute“ und nur bei einem Kandidaten steht ein „befriedigend“ im Zeugnis.

Lässt man in Gesamt-Ranking – wie die sportauto selbst auch – das Abschneiden der Cup-Reifen außen vor, steht einmal mehr ein Reifen aus dem Hause Continental auf Platz eins: der Conti SportContact 6. Mit der „neuen, überzeugenden Mischung“ ist der Reifen „auf Nässe nicht zu schlagen“ und gewinnt sowohl die UHP- als auch die UUHP-Wertung. Laut sportauto „könnte der klassenübergreifend führende Conti von seiner Performance her auch als UUHP-Reifen durchgehen“. Laut Herstellerangaben handelt sich jedoch schlicht um einen Vertreter des UHP-Segments.

Platz zwei geht an den Goodyear Eagle F1 Asymmetric 5, der als „Top-Performer“ mit „hohem Spritsparpotenzial“ glänzt. Auf den Plätzen drei und vier folgen die beiden Supersport-Reifen im Test, der Michelin Pilot Sport 4 S („ultimative Sportlichkeit bei erstaunlicher Nässesicherheit“) und der Goodyear Egale F1 SuperSport („hohe Fahrpräzision und Fahrstabilität“). Dem brandneuen Goodyear-Gummi fehle aber „noch etwas der Biss“. Wiederum dahinter – so gesehen auf Rang fünf – reiht sich Nokian mit seinem Powerproof („Mittelklasse-Sommerreifen mit leichten Nassschwächen“) ein. Für alle fünf genannten Reifen notiert die sportauto ein „sehr gut“ in der Gesamtwertung. „Gut“ soll der Vredestein Ultrac Vorti sein, bei dem offenbar „Komfort vor Dynamik steht“. Als einziger Reifen im Testfeld erhält der Toyo Proxes Sport die Gesamtnote „befriedigend“; laut sportauto-Urteil weil es „ trotz sportlichem Fahrgefühl besonders nass an Performance fehlt“.

Das Rennen unter den Cup-Reifen entscheidet der Michelin Pilot Sport Cup 2 in überzeugender Manier für sich: „Bester Grip, volle Kontrolle – bei den Semis kommt an Michelin keiner vorbei“, so das sportauto-Fazit. Dahinter landet der ebenfalls „sehr gute“ Potenza S007 R.S. von Bridgestone („aktiv, präzise und schnell“), vor dem dritten Semi-Slick im Test, dem Giti GitiSport GTR3. Das Giti-Gummi ist ein „schneller und fahraktiver Cup-Reifen für Trackday-Einsteiger“ und erhält die Note „gut“.

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dw

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