Toyo meldet "Durchbruch im Prozess der Reifenentwicklung"

Mittwoch, 13 Mai, 2020 - 10:45
Toyo vergrößert die Datenbasis, die zur Modellierung notwendig ist.

2019 eröffnete Toyo Tires das erste firmeneigene europäische Forschung- und Entwicklungs-Zentrum in Willich bei Düsseldorf. Zudem setzte die japanische Marke mit der Ankündigung zum Bau der ersten europäischen Fabrik ein weiteres Zeichen zum Ausbau ihrer Präsenz in den europäischen Märkten. Nun verkündet Toyo einen "Durchbruch im Prozess der Reifenentwicklung, der den Markt verändern könnte".

Toyo Tires sammelt seit dem Jahr 2000 im firmeneigenen Entwicklungssystem T-Mode sämtliche Entwicklungsdaten. Nun sei es den Entwicklern erstmalig gelungen, einen Reifen ausschließlich auf Basis von T-Mode und der ergänzenden Nano Balance Technologie zu entwickeln. "In Verbindung mit der unternehmenseigenen Entwicklungsplattform für Kautschukmaterialien, die auf Materialinformatik (MI) basiert, konnte ein Reifen entwickelt werden, dessen strukturbedingte Eigenschaften präzise vorhergesagt werden konnten", teilt der Hersteller mit. Diese Entwicklung erbringe den Beweis, dass die Nano Balance Technologie, die Vorhersage von Kautschuk-Materialeigenschaften durch Modellierung, präzise und belastbare Erkenntnisse liefere. Auf Basis von T-Mode wurden laut Toyo-Angaben Traktionsleistungen auf Schnee unter der Berücksichtigung unterschiedlicher Schneequalitäten so zuverlässig vorhergesagt, dass diese bereits in der Entwicklung von heute verfügbaren Serienprodukten Einzug gefunden haben.

Toyo richtet sein Augenmerk eigenen Angaben zufolge aber nicht nur auf den Faktor Prozess-Optimierung. Es seien auch "fortschrittliche Entwicklungen in der Produktentwicklung erkennbar". Die Japaner verweisen in diesem Kontext auf eine selbst entwickelte Reifen-Sensorik.

Lesen Sie mehr zu den Toyo-Ambitionen in der Juni-Ausgabe.

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