Trend-Tacho: 31 Prozent der privaten Nutzer setzen auf Ganzjahresreifen

Montag, 18 Mai, 2020 - 16:15
47 Prozent der Befragten vertrauen beim Verschleißzustand dem Urteil des Fachpersonals in der Werkstatt.

Im Rahmen des Trend-Tachos hat die KÜS und das Fachmagazin kfz-betrieb Verbraucher von der BBE Automotive GmbH nach der Bedeutung von Reifen befragen lassen. Die präsentierten Ergebnisse sind teils wenig überraschend. So beispielsweise, dass Reifen den Endverbraucher generell wenig interessieren.

Laut KÜS stehen Ganzjahresreifen im Fokus. So seien in der zweiten Aprilhälfte rund 31 Prozent der Befragten mit Ganzjahresreifen unterwegs gewesen - für Branchenexperten ein verdächtig hoher Anteil. Dadurch zu erklären, dass lediglich private Nutzer befragt wurden? Die im Trend-Tacho vorgelegten Gründe sind jedenfalls die für Saisonalkönner nötige Einlagerung (41 Prozent), der "fehlende Winter" (40 Prozent) und die Umrüstkosten (37 Prozent). 

Erneut steht nach Angaben der Prüforganisation die Erkenntnis im Vordergrund, dass Reifen den privaten Endverbraucher nur wenig interessieren. Rund 72 Prozent kümmerten sich darum „nur so viel wie nötig“. Sie wüssten nicht, welche Reifen montiert seien. Ein wenig verwunderlich diese Erkenntnis von KÜS, BBE und dem Fachmedium Kfz-Betrieb, wird doch zunächst die von knapp einem Drittel der Befragten präferierte Wahl von Ganzjahresreifen aufgelistet.

Die weiteren Ergebnisse des Trend-Tacho sind: Bei 65 Prozent der Befragten sind aktuell Premium-Reifen montiert, es folgen Qualitätsprodukte mit 30 Prozent, das Budget entschied bei Prozent. Gekauft wurde bevorzugt im Reifenhandel und der freien Werkstatt, das gaben offenbar jeweils 18 Prozent der Befragten an. Im Autohaus der eigenen Marke kauften laut KÜS 15 Prozent, im Internet 10 Prozent. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung: 65 Prozent der vom Trend-Tacho Befragten rüsten saisonal um, 2019 waren es noch 69 Prozent. Dabei legten 35 Prozent selbst Hand an, 24 Prozent fahren zur freien Werkstatt, 23 Prozent ins Autohaus, 14 Prozent zum Reifenfachhandel und 5 Prozent zu einer Werkstattkette.

Interessant ist, dass von den Befragten 19 Prozent bis zum gesetzlich geforderten Mindestprofil von 1,6 Millimetern fahren, 8 Prozent wechseln bei vier Millimetern. Außerdem könnten sich 21 Prozent eine monatliche Gebühr - also Reifenflatrate - vorstellen. Wer seine Reifen lieber kaufen wolle, sei bereit, dafür durchschnittlich 118 Euro pro Reifen auszugeben. Der Trend-Tacho belegt zudem, dass sich der überwiegende Teil der Autofahrer (72 Prozent) durch Corona von der Reifenumrüstung nicht abhalten lässt.

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