AutoBild-Test: Conti wiederholt Vorjahressieg

Donnerstag, 5 Oktober, 2017 - 12:00
Der Continental WinterContact TS 860 schafft erneut den Testsieg im AutoBild Winterreifentest.

Die AutoBild ihren Winterreifentest 2017 veröffentlicht. Zunächst mussten 50 Testkandidaten in der Dimension 225/50 R17 Bremstest auf Schnee und Nässe absolvieren, um sich für den Haupttest zu qualifizieren. Zehn der 50 Reifen schied wegen in Summe zu langer Bremswege aus, 20 disqualifizierten sich wegen zu langer Nassbremswege – also blieben 20 Winterreifen für das „Finale“ übrig. Erneut schafft Continental den Testsieg: der WinterContact TS 860 landet noch vor dem Michelin Alpin 5 und Dunlop Winter Sport 5, zwei ebenfalls „vorBildliche“ Reifen, auf Platz eins.

Unter den Reifen, die aufgrund ihrer in Summe zu langer Bremswege ausgeschieden sind, befindet sich unter anderem der Falken Eurowinter HS449, dem insgesamt nur 0,2 Meter fürs Finale fehlen. Auch Vredestein mit dem Wintrac Xtreme S schafft es nicht. Von den Winterreifen, die beim Nassbremsen mehr als 38 Meter benötigten, raten die AutoBild-Reifentester ab. Dazu zählen unter anderem der Viking SnowTech II, Maxxis Arctictrekker WP-05oder Riken Snowtime B2.

Der Winterreifentest zeigt keine großen Überraschungen. Acht der 20 Finalisten bekommt die Schulnote „gut“, neun die Note „befriedigend“. Unter den letztgenannten landet der Pirelli Winter Sottozero 3 mit dem 18. Platz recht weit hinten, sowie der Hankook Winter i*cept evo 2 mit Platz 20.

„Mit besten Fahrqualitäten bei allen Witterungsbedingungen“ schneidet der Continental WinterContact TS 860 als Testsieger ab und kann zudem laut Fazit mit einem direkten Ansprechen auf Lenkbefehle überzeugen. Damit wiederholt der Reifen seinen Vorjahressieg. Lediglich den Titel „Eco-Meister“ muss er diesmal anderen Pneus überlassen. Platz zwei belegt der Michelin Alpin 5, der „mit sehr gutem Nässegrip und hoher Kilometerleistung“ punktet. Platz drei belegt der Dunlop Winter Sport 5 („Premium-Winterprofil mit ausgewogenem Leistungspotential“) noch vor dem Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 aus gleichem Hause.

Der Goodyear führt die Gruppe der mit „gut“ bewerteten Reifen an.  Er punktet mit kurzen Bremswegen, eine „eingeschränkte Laufleistung“ und ein „hoher Preis“  wird allerdings von AutoBild bemängelt. Platz fünf geht an den Semperit Speed-Grip 3, der als „überzeugendes Allroundtalent“ bezeichnet wird. „Mäßige Aquaplaningresultate“ gehören jedoch zu seinen „Schwächen“. Der nachfolgende Reifen BF Goodrich g-Force Winter 2 kann allerdings mit „hohen Sicherheitsreserven bei Aquaplaning“ überzeugen. Platz sechs geht an den Fulda Kristall Control HP2, der von AutoBild das Prädikat „Eco-Meister 2017“ bekommt, ebenso wie der Nexen Winguard Sport 2 (Platz 10) und der Sava Eskimo HP2 (Platz 17).

Besonders auf nasser Strecke kann der Bridgestone Blizzak LM 001 Evo die Reifentester überzeugen. Dafür sind seine Trockenbremswege „leicht verlängert“. Somit landet er auf Platz acht im Test, gefolgt von dem Kleber Krisalp HP3 auf Platz neun („beste Schneequalitäten“), dem Nexen Winguard Sport 2 auf Platz zehn („kurze Nassbremswege“) und dem Gislaved Euro Frost 5 auf Platz elf („eingeschränktes Gripniveau auf nasser Piste“).

Die Reifen der Plätze 12 bis 20 werden von AutoBild mit der Schulnote „befriedigend“ bewertet. Der Kumho Wintercraft WP71 kann mit einer „guten Traktion auf Schnee“ punkten, ebenso wie der Uniroyal MS plus 77. Während die Tester „mäßige Handlingqualitäten“ beim Kumho bemängeln, ist es beim Uniroyal eine „eingeschränkte Seitenführung auf nasser und trockener Piste“.

Auf Nässe und Schnee macht der Nokian WR D4 laut Ergebnis eine gute Figur, auf trockener Strecke zeige er jedoch ein untersteuerndes Fahrverhalten und verzögertes Einlenkverhalten. Es folgt auf Platz 15 der Yokohama W.drive V905 („gute Traktion und kurze Bremswege auf Schnee; geringe Aquaplaningsreserven“) und auf Platz 16 der Barum Polaris  3 („stabil sichere Fahrqualitäten auf verschneiter und trockener Fahrbahn; nur durchschnittliches Gripniveau auf nasser Piste“). Wer einen Winterreifen mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, der wird laut AutoBild mit dem Sava Eskimo HP2 fündig. Allerdings messen sie bei ihm „verlängerte Nass- und Trockenbremswege“. Kurze Nass- und Trockenbremswege soll jedoch der Pirelli Winter Sottozero 3 vorweisen. Abstriche bekommt er aufgrund „geringer Traktion und verlängerte Bremswege auf Schnee und eingeschränkter Laufleistung“.

Wegen unter anderem „verlängerter Nassbremswege und einem erhöhten Rollwiderstand“ schafft es der Firestone Winterhawk 3 nur auf Platz 19, auch wenn er gute Traktionswerte auf Schnee haben soll. Dem Hankook Winter i*cept evo2 bescheinigen die Reifentester zwar ein dynamisches Trockenhandling, „unharmonisch untersteuerndes Fahrverhalten und leicht eingeschränkte Lenkpräzision auf verschneiter und nasser Strecke“, kosten ihm Punkte. Somit befindet er sich auf Platz 20.

Eine Übersicht aktueller Winterreifen-Testergebnisse finden Sie hier.

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Zack – nächster Testsieg für den flotten WinterContact TS 850 P von Continental.

    Nässeperformance und kurze Bremswege auch auf trockener Piste sind hierzulande auch bei Winterreifen entscheidende, sicherheitsrelevante Performance-Kriterien. Die AutoBild Sportcars hat ihren Favoriten in der Größe 225/40 R18 ermittelt: Continental findet sich wieder einmal an der Spitze des Rankings.

  • Testsieger des AutoBild Allrad Winterreifentests ist der Goodyear UltraGrip Performance Gen-1.

    „Den idealen Reifen gibt es auch in der Wintersaison 2017/2018 nicht. Jeder hat seine Stärken und Schwächen“, stellen die AutoBild Allrad-Reifentester nach ihrem Winterreifentest 2017 fest. Für diesen haben sie zehn Pneus für kompakte SUV in der Dimension 225/55 R17 auf einem BMW getestet. Außerdem nahmen sie einen Sommerreifen zum Vergleich hinzu, um deutlich zu machen, was passiert, wenn man im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist.

  • Das Bilstein B14 wird von AutoBild Sportscars als bestes Gewindefahrwerk der fünf Testkandidaten bewertet.

    Neben schicken Alurädern greifen viele Autofahrer auf eine Tieferlegung als Tuningmaßnahme zurück. Die AutoBild Sportscars hat fünf Einsteigerfabrikate und ein High-End Produkt getestet. Unter anderem wollten sie wissen, welches der Test-Gewindefahrwerke den Testwagen VW Golf GTI am tiefsten legt, wie es um den Fahrspaß steht und ob noch Restkomfort übrig ist. Auch stellten sich die Tester die Frage, was ein Billig-Fahrwerk kann.

  • Die Inhaltsstoffe des Reifens werden "grün".

    Continental erhöht eigenen Angaben zufolge im Einkauf die Bedeutung von Nachhaltigkeit kontinuierlich weiter. Für die Auswahl und Bewertung ihrer Lieferanten haben die Hannoveraner nach einem mehrstufigen Auswahlprozess den Dienstleister Eco Vadis beauftragt, auf der Basis von standardisierten Fragebögen eine kontinuierliche Nachhaltigkeitsbewertung bestehender sowie potenzieller Lieferanten durchzuführen.